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-Donaukurier Ingolstadt- 18.12.2003
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Jazz, Adrenalin und Schweiß in Schwarzweiß
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Ingolstadt (DK) Ingolstadt und Jazz, das ist so eine Sache. Aber auch eine Erfolgsgeschichte. Was unterm Jahr allenfalls sporadisch keimt, bricht dafür Ende Oktober um so heftiger durch die Oberfläche.Die Jazz- tage, so scheint es, haben in der Stadt längst die Funktion eines Ventils für die Neugier nach einer Musik übernommen, die etwas vom Geruch der großen weiten Welt, von rauchingen Bars, Amerika, Abenteuer und Legenden verströmt.
Hören, sehen, aber auch gesehen werden: so lautet die Devise jenes Veranstaltungszyklus, der heuer seinen 20. Geburtstag feiern konnte. Den Faktor “Sehen” bedienen seit geraumer Zeit die Mitglieder des Ingol- städter “Forum Fotografie” - zuerst im stillen Kämmerlein einer gemeinsamen Projektarbeit, dann seit 1997 mit großflächigen Bannerfahnen in der Fußgängerzone (die stadtumgreifende Installation wurde später zum Vorbild für andere Jazzfestivals), Ausstellungen und seit dieser Woche gar mit enem eigenem Buch: “Jazz in Time”. Darin haben Sebstian Berger, Christian Grayer, Christian Pacher, Roland Schiebel, Christian Wurm und DK-Mitarbeiter Gerd Löser ihre Sicht der Dinge festgehalten, den individuellen Standpunkt eines schrillen Künstler-Kaleidoskops zwischen 1990 und 2003 verewigt. Eine seltsame, wunderbare Welt in Schwarz- weiß, eine Revue voller entrückter Männer, stolzer Frauen, schwitzender Bläser, Swing, Blues, Melancholie, Adrenalin und Einsamkeit. Unterschiedliche Fotografen mit unterschiedlichen Blickwinkeln lauern auf ein und das selbe Motiv.
Schon die edle Aufmachung und die Tatsache, dass der Band beim renomierten Kieler Nieswand-Verlag erschienen ist, heben “Jazz in Time” über den regionalen Tellerrand hinaus. Und beim Betrachten der Fotos gibt es manch verblüffendes Déja-vu-Erlebnis. Was, war der wirklich schon mal da? Miles Davis etwa, der ungekrönte König des Jazz, 1990 - zehn Monate vor seinem Tod - wie er sich er- schöpft den Schweiß von der Stirn tupft. Superstars vom Schlage eines Ray Charles, Fats Domino, Joe Zawinul, Chris Barber, Al Jarreau, Jan Garbarek, Herbie Hancock, Branford Marsalis, Dee Dee Bridgewater oder James Brown. Längst verstorbene Heroen wie Betty Carter, Al Grey, Lionell Hampton, Michel Petrucciani, Bob Berg. Trendsetter wie Kenny Garret, Roy Hargrove, James Carter oder der junge Esbjörn Svensson am Beginn ihrer Karriere. Oder verblasste Sternchen, die zwar in der Retrospektive nach wie vor schön anzuschauen sind, aber längst keinen Ton mehr von sich geben. Der Faktor “Sehen”: Selten kam er für ein ganzes Festival und seine Geschichte besser zum Tragen. Ein perfektes, nachträgliches Geburtstagsgeschenk für die Ingolstädter Jazztage. Wer will, kann zum Betrachten auch eine CD einlegen. Doch im Prinzip ist es nicht notwendig. Nahezu jedes Foto von “Jazz in Time” swingt stumm aber undwiderstehlich. -Reinhard Köchl-
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Jazz in Time: Sebastian Berger, Christian Grayer, Gerd Löser, Christian Pacher, Roland Schiebel, Christian Wurm. Nieswand-Verlag Kiel 28,--€
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Mittelbayerische Zeitung Regensburg - 19.12.2003
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“Jazz in time”: Jede Aufnahme swingt
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Regensburg (wa). “In time” zu sein bedeutet für Jazzmusiker den Zustand volkommener Synchronisation; Musik, Schwingung und Seele sind eins. Genau auf diesen Punkt haben sechs Fotografen der Gruppe “Forum Fotografie” in ihrer Projektarbeit bei den Ingolstädter Jazztagen hingearbeitet. “Wir wollten im Moment der Aufnahme der Seele des Musikers ganz nah sein und eins mit der Musik”, so schildert der Regensburger Architekt und semiprofessionelle Fotograf Christian Grayer (34) den hohen An- spruch der Gruppe. Jetzt hat das “Forum Fotografie” im renomierten Kieler Nieswand-Verlag die Ernte aus zwölf Jahren Jazztagen als Bildband präsentiert. Es liegt zum Preis von 28,-- € in den Buchhandlungen. Ganz nah in Schweiß und Versenkung präsentieren sich darin internationale Jazz-Größen wie Fats Domino, Chris Barber, Al Jarreau, Jan Garbarek, Herbie Hancock, Branford Marsalis, Dee Dee Bridgewater oder James Brown.
“Jedes Foto swingt”, schrieb der Jazzkritiker Reinhard Köchl in einer Rezension des Buches, das europa- weit vertrieben wird. 130 Hochglanz-Fotos machen es zu einer Ikonen-Galerie des Jazz. Diese 130 sind der Extrakt aus insgesamt 25.000 Fotos, die die sechs Fotografen Sebastian Berger, Christian Grayer, Gerhard Löser, Christian Pacher, Roland Schiebel und Christian Wurm beisteuerten. Nur gut, dass der Leiter des Buchprojektes, Christian Grayer von der Kaisersaalgruppe am Haidplatz, den großen Saal zum Ausbreiten der Fotos hatte. In die Endauswahl waren 1.800 Bilder gekommen. Sie küssten alle das Parkett des Kaisersaals.
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Jazzzeitung Regensburg - Februar 2004
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jazz in time - Fotoband erschienen
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Der vor kurzem erschienene Band “Jazz in time” (Nieswand Verlag) dokumentiert die Arbeit des seit 14 Jahren bestehenden “Forum Fotografie”: Christian Grayer, Sebastian Berger, Gerhard Löser, Christian Pacher, Roland Schiebel und Christian Wurm begleiten die Ingolstädter Jazztage mit ganz und gar professionellen Aufnahmen von den Künstlern wie Dee Dee Bridgewater, Marcus Miller, Pharao Sanders oder Lee Ritenour. Unvergessliche Augenblicke für Gourmets.
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Jazzpodium - März 2004
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jazz in time
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Jazz-Fotografien von: Sebastian Berger, Christian Grayer, Gerhard Löser, Christian Pacher, Roland Schiebel, Christian Wurm -Nieswand Verlag Kiel 2003 ISBN 3-89567-021-9
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Wie Schallplatten die Funktion akustischer Erinnerungen an ein Konzert einnehmen können, so können Fotos optische Schallplatten sein. Ca. 130 Schwarz-Weiß-Fotografien aus knapp eineinhalb Dekaden Ingolstädter Jazztage vereint der Band in einem einerseits handlichen, andererseits auch Detailbetrachtungen zulassenden Format von 22,5 x 22,5cm.
Auf dem Titel prangt die linke Hand von Miles Davis, wie sie Trompete, Harmon Mute und Mikro zusam- menhält. Der Prince of Darkness gastierte 1990 in der Donaustadt, sicher der spektakulärste Coup, der den Festivalmachern in der oberbayerischen Stadt bisher gelungen ist. Aber auch sonst kann der Band ein kleines Who’s Who repräsentieren: Zwischen A wie Leon Anderson und Z wie Joe Zawinul können Augen- blicke ausgetauscht werden mit Rebekka Bakken und Chris Barber, Randy Brecker und Dee Dee Bridge- water, Betty Carter und Ray Charles, Fats Domino und Lionel Hampton, Al Grey und Al Jarreau, Taj Mahal und Al Di Meola, Nils Petter Molvaer und Michel Petrucciani, Wayne Shorter, Archie Shepp und Esbjörn Svensson, Ed Thigpen, Eberhard Weber u.v.a.
In kompakter Weise liegt hier ein fotografierter Festivalkalender von 1990 bis 2003 vor, der auch über Ingolstadt hinaus Bedeutung hat. Die Fotos zeigen die Künstler in Aktion, ungestellt und unmittelbar, konzen- triert auf die Musik, just in time eben, in jenem Zustand volkommener Synchronisation, der eins ist aus Musik, Schwingung und Seele, wie es im Vorwort heißt. Seit nunmehr 14 Jahren dauert die Projektarbeit des “Forum Fotografie” nun an, begleitet die Ingolstädter Jazztage mit Ausstellungen und großformatigen Jazzfotos in Form von Bannern in der Fußgängerzone der Festivalstadt. Dabei gelingt es den sechs Fotografen je auf erkennbar eigene Art und Weise Momente fest- zuhalten, in denen man Jazz sehen kann über den Augenblick hinaus. -Tobias Böcker-
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Jazzthetik - Mai 2004
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Alles im Bild?
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>In time< zu sein, heißt es einleitend im jüngst erschienenen, gleichnamigen Foto-Band, “bedeutet für Jazz- musiker den Zustand volkommener Synchronisation zwischen den zusammen spielenden Musikern erreicht zu haben, eins zu sein aus Musik, Schwingung und Seele”. “Eins zu sein” mit der Musik, deren Wesen und der Atmosphäre, ist Anliegen der sechs “semiprofessionellen Fotografen” (Eigenaussage), die sich in Ingol- stadt 1990 zum “Forum Fotografie” zusammengeschlossen haben. Der vorliegende Bildband ist eine gelungene Dokumentation langjähriger engagierter Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die Ingolstädter Jazztage, genauer: der unterschiedliche Blick auf sie. Nicht nur das: von “intensive/r und kontroverse/r Auseinandersetzung” ist gleichsam die Rede. In der Tat sind in den über hundert Aufnah- men verschiedene fotografische Handschriften erkennbar. Die Palette reicht von atmosphärischen Erschei- nungen über ausdrucksstarke Porträts bis zu aktionsreichen Situationen auf der Bühne.
Wenn Gerhard Löser mit seiner Kamera das Umfeld des Jazz ausleuchtet, auch kleinste Details festhält, dabei intensives Spiel mit dem Licht treibt, kann der Betrachter ahnen, was Jazz ausmacht. Löser lenkt den Blick auf die Bewegung, er versteht es, dem Wesen der Musik auf den Grund zu gehen. Gitarrist Dean Brown ist mit wehendem Haar festgehalten, Kollege Larry Carlton greift behände in die Saiten, Joseph Bowie ist in höchst expressivem Augenblick des Spiels abgelichtet. Christian Pacher, ein anderer Fotograf des Forums, zeigt mehr die inneren Welten des Jazz abseits des Bühnengeschehens. Randy Brecker ist grübelnd auf seine Trompete gestützt, James Carter gibt sich nach- denklich, John Patitucci versonnen und Esbjörn Svensson mit Zigarillo im Mundwinkel. Ebenso nachdenklich geben sich Arkadij Shilkkloper und Branford Marsalis, wie sie Christian Wurm gese- hen hat. Mit Melissa Walker steuert er das erotischste Foto bei. Eins der besten Bilder ist Christian Grayer geglückt. Es zeigt Nils Petter Molvaer in gleißendem Licht, wie überhaupt immer wieder eindrücklich mit Schwarz-Weiß-Kontrasten gearbeitet wird. Bei Roland Schiebel verschieben sich verschiedene Aspekte des Blickwinkels. Ihm gelingt Expressives wie Atmosphärisches - Stopfer auf dem Boden, die Finger des Bassisten - wie eindringliche Porträts.
Jazz in time ist mehr als ein “Jubiläumsgeschenk” zum zwanzigjährigen Bestehen der Ingolstädter Jazztage. Der Band bietet eine einmalige Vielfalt verschiedener fotografischer Ansichten und Blickwinkel. Man kann Jazz so und so sehen, seinem Wesen jedenfalls werden die vorgestellten Fotografen allemal gerecht. x) Die fehlenden Seitenangaben irritieren, machen das Nachschlagen schwer und das Register überflüssig. -Rainer Kobe-
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Berger, Grayer, Löser, Pacher, Schiebel, Wurm: -Jazz in time-. Kiel 2004, Nieswand Verlag.
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x) Das Namensregister ist alphabetisch geordnet. Daneben befindet sich die Jahreszahl des Konzertes. Da die Fotos chronologisch angeordnet sind, können die einzelnen Musiker dadurch schnell gefunden werden.
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-Anmerkung der Fotografen-
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“Auswahltitel” beim Deutschen Fotobuchpreis - November 2004
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Die Spitze wurde prämiert
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Bei der Vergabe des Deutschen Fotobuchpreises 2004 in Stuttgart wurde unser Buch in die Liste der 200 Spitzentitel mit aufgenommen und darf sich nun “Auswahltitel Deutscher Fotobuchpreis” nennen.
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Diese 200 Fotobücher werden zu einer großen Sonderschau zusammengestellt.
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Gezeigt wird diese nicht nur bei den Stuttgarter Buchwochen vom 18.11. - 12.12.2004, sondern im kommenden Jahr auch auf der Leipziger Buchmesse vom 17.-20.03 2004, in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel und beim Kongress des BFF in Hamburg.
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Weitere Orte sind in Planung wie z.B. C/O Berlin und das Schweizer Fotomuseum Winterthur.
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